Macintyre und SOPAT: Dank dem ChocoScope innovative Lösungen entwickeln

Macintyre Chocolate Systems Ltd. ist ein wichtiger Akteur in der Schokoladenindustrie mit Sitz in Abroath, Schottland. Das Unternehmen ist ein globaler Anbieter von Anlagen zur Herstellung und Verarbeitung von Schokolade. Innerhalb ihres Portfolios stellt die New Generation Macintyre Conche das Hauptprodukt dar. Diese ist eine vielseitige und innovative Produktionslösung, die in einer einzigen Maschine unzählige Funktionen anderer erfüllt, wie Kakaomasse-Mühle, Zuckermühle, Conche sowie Mixer und Refiner.

Das Traditionsunternehmen, welches seit 1974 am Markt ist, versteht es, das Fachwissen ihres Teams effizient zu nutzen, um die besten Maschinen auf den Markt zu bringen. Dabei spielt vor allem ihr Innovationssinn eine entscheidende Rolle, durch den es ihnen stets möglich ist, neuartige Lösungen ihren Kunden anzubieten.

Die Macintyre Conche wird stetig optimiert und verbessert. Dafür werden in regelmäßigen Intervallen F&E-Versuche durchgeführt mit dem Ziel, Produktionszeiten zu verkürzen und Prozesse zu optimieren. Für ihr letztes F&E-Programm kam eine innovative Technologie zur Partikelgrößenanalyse zum Einsatz: das SOPAT ChocoScope.

Seitdem arbeiten SOPAT und Macintyre Chocolate Systems eng zusammen, was zu einer erheblichen Verkürzung des Zeitzyklus der Produktion und damit zu enormen Verbesserungen und Kosteneinsparungen für die Kunden von Macintyre führte. Durch den Einsatz des ChocoScope konnte der Zykluszeit und Energieverbrauch von neun auf fünf Stunden reduziert werden.

Beide Partner haben Innovation in ihrer DNA und sind bestrebt, maßgeschneiderte automatisierte Lösungen der Industrie anzubieten. 

Wir haben Joe Gorman, Geschäftsführer von Macintyre, und sein Team interviewt, um einen besseren Einblick in ihr Unternehmen, ihren innovativen Ansatz und die mit dem ChocoScope erzielten Ergebnisse zu bekommen. 

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– Könnten Sie sich kurz vorstellen?

Mein Name ist Joe Gorman, ich bin seit März 2017 im Unternehmen und derzeitiger Geschäftsführer. Schokolade und Süßwaren waren nicht immer mein Kerngeschäft; ursprünglich komme ich aus der Öl- und Gasindustrie.

Wir können die Geschichte von Macintyre Chocolate Systems bis ins Jahr 1974 zurückverfolgen. Seitdem hat das Unternehmen die Refiner Conche entwickelt und produziert. Diese Maschine wurde entwickelt, um reine Milchschokolade, dunkle Schokolade, Compound, Aufstriche usw. herzustellen. Das war also die Hauptmaschine, aber auch viele andere entworfene Maschinen waren im Portfolio von Macintyre. Der ursprüngliche Firmenname war Low & Duff Developments Ltd (LADCO). Bis 2013 war Macintyre eine Untermarke der Gruppe, bevor diese dann von PROBAT gekauft wurde. Seit 1974 haben LADCO und dann Macintyre Chocolate Systems über 6.200 Refiner-Conche-Maschinen verkauft.

 

– Was sind die neuesten Innovationen in Ihrem Produktportfolio?

Wir haben in den letzten 30 Jahren viele Konstruktionsänderungen an unseren Maschinen vorgenommen. Vor 12 Monaten haben wir das ChocoScope gekauft und dann ein internes F&E-Programm durchgeführt mit dem Ziel, die Produktion von Milchmischungen zu optimieren. Gleichzeitig wollten wir analysieren, ob wir diese Optimierung durch die Palette unserer Maschinen hochskalieren können. Der Versuchsansatz beinhaltete, Energie und Zykluszeit zu reduzieren bei gleichbleibend hohen Qualitätsstandards.

 

– Wann haben Sie angefangen, die SOPAT Technologie einzusetzen? Wie haben Sie das ChocoScope eingesetzt?

Wir haben das ChocoScope während des 4. Quartals 2019 gekauft.

Das F&E-Programm, das wir im Jahr 2020 durchgeführt haben, zielte darauf ab, die Zykluszeit und den Energieverbrauch für die Verarbeitung von Milchmischung und reiner Milchschokolade zu verkürzen. Das Programm wurde in unserem Labor mit einer Macintyre RC500i Refiner-Conche durchgeführt. Die folgenden drei Hauptfaktoren begründen die verkürzte Zykluszeit und den reduzierten Energieverbrauch:

  1. Änderung des Betriebsablaufs für die Beladung mit trockenen Materialien. Diese sank von eine Stunde auf acht Minuten.
  2. Anstelle eines Antriebsmotors mit fester Geschwindigkeit und eines Getriebes wurde ein Antrieb mit variabler Geschwindigkeit eingebaut. Dies führte zwar zur Erhöhung der Geschwindigkeit, warf aber die Frage nach dem Conchieren auf, da die reine Milchschokolade traditionell nicht in einem längeren Programm conchiert wird. Wir glauben, dass sich die Verteilung der VOC’s im gesamten Mahlprogramm aufgrund der Massenbewegung durch die erhöhte variable Geschwindigkeit erhöht hat. Unsere Schwesterfirma HDM Dresden prüft derzeit einen VOC-Sensor, der zur optimalen Kontrolle des Geschmacks eingesetzt werden kann.
  3. Entdeckung der Anforderungen an Viskosität und Emulgator-Dosierung. Diese Entdeckung hat unsere Sichtweise bei der Verarbeitung innerhalb einer Refiner-Conche völlig verändert.

Die finalen Ergebnisse wurden durch diverse Änderungen erzielt, von denen wir wissen, dass sie im Vergleich zu früheren historischen Verarbeitungen außergewöhnlich sind. Wir hätten es nicht geschafft, die optimalen Verarbeitungsparameter zu entdecken, wenn wir nicht das ChocoScope für die Analyse in einer Echtzeitsituation verwendet hätten.

– Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in der Zukunft?

Wir wollen wachsen und innerhalb des Compound-Marktes expandieren. Unsere direkten Konkurrenten sind die Bogenmühlenhersteller: Wenn wir es schaffen, den Energie- und Zeitaufwand zu reduzieren, dann werden wir wettbewerbsfähiger zu den Bogenmühlenherstellern. Und die Qualität, die Macintyre produziert, ist im Vergleich zur Bogenfabrikation weit überlegen. Außerdem bietet die Macintyre dem Kunden mehr Flexibilität in Bezug auf die Produkte, die er verwenden kann. Hinzu kommt, dass unser Produkt eine 3-in-1-Maschine ist, also auch ein kompakteres System im Vergleich zu unserer Konkurrenz. Wir glauben, dass wir, wenn wir in der Lage sind, unsere Ergebnisse beim Einsatz des ChocoScope zu steigern, der Konkurrenz voraus sein werden.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass wir ohne das ChocoScope und ohne unser F&E-Programm niemals den Optimierungsgrad erreicht hätten, den wir anstreben.

Als wir anfingen, SOPAT zu benutzen, entdeckten wir, dass der Prozess unserer Masse im Inneren unserer Maschinen völlig anders war, als wir dachten, weil wir vorher nicht sahen, was im Inneren passierte. Durch den Einsatz des ChocoScope bringen wir unsere Innovation weiter voran.

Wir haben bereits einige Kunden, die sehr daran interessiert sind, das ChocoScope einzusetzen. Was wir anstreben, ist die Integration des ChocoScope in den Macintyre, um eine kostengünstige Lösung zu erreichen. Unser Konzept wäre, dass das ChocoScope das Macintyre steuert, so dass wir es bei den Kunden mit dem Hinweis bewerben können, dass keinerlei Bedienung notwendig sei. Durch die Rezeptur und die Optimierung könnte das ChocoScope tatsächlich das Macintyre betreiben.